„Meine Generation hat die Chance gehabt und hat sie genutzt“

Aus den müden Augen des Bundeskanzlers spricht die Erschöpfung, die das pausenlose Kürzen, Aufrüsten und Beleidigen von Wählern mit sich bringt. Was treibt diesen Mann nur an? Am Montag hat er es uns verraten. Er tue das alles nicht für sich, auch nicht für seine Generation: „Meine Generation hat die Chance gehabt und hat sie genutzt.“ Die brauchte keinen Merz (geb. 1955), um ihr Leben in die Hand zu nehmen, die hatte millionenschwere Nazi-Kriegsprofite übrig, um vom „Wirtschaftswunder“ zu profitieren. Nicht zu vergleichen mit den Nichtsnutzen heutzutage. Einen Tag nach Merz’ Generationenrede enthüllte die neue PISA-Studie, dass die deutschen Schülerinnen und Schüler so schlecht abgeschnitten haben wie noch nie. Insbesondere geht die Schere zwischen Kindern aus armen und reichen Familien immer weiter auseinander. Was für eine verkorkste Kohorte! Da muss Merz ran und erziehen: Bildungsausgaben kürzen, die Wehrpflicht einführen, Kindergärten plattmachen. Damit die mal merken, was eine gute Generation ausmacht.

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"„Meine Generation hat die Chance gehabt und hat sie genutzt“", UZ vom 11. September 2026



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