Druck macht krank

Bei Erscheinen dieser Zeitung ist aller Voraussicht nach ein neues Infektionsschutzgesetz beschlossn. Es wird das Leben der Menschen in diesem Land und ihre Rechte weiter einschränken, ohne die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen. Der Druck – nicht nur auf Ungeimpfte – nimmt durch die unterschiedlichen G-Regelungen, die die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben bestimmen, massiv zu – auch auf Kinder und Jugendliche. Vor allem Kinder aus armen Familien werden dauerhaft abgehängt und psychisch geschädigt. Das führte Prof. Dr. Rüdiger von Kries, Mitglied der Ständigen Impfkommission, zu der Aussage, man „müsse die Jugendlichen bestenfalls vor der Politik und nicht vor Covid“ schützen.

Eine Hauptsorge der Politik gilt nun der Frage, wie und von wem sich die Regeln kontrollieren lassen. Bußgelder und Repression gehören ebenso in das Repertoire wie der Aufruf, auf Nebenfrau und Nebenmann zu achten.

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Über die Autorin

Wera Richter, geboren 1969, ist stellvertretende Parteivorsitzende der DKP und Chefredakteurin der UZ. Die journalistische Laufbahn begann in jungen Jahren mit einem Praktikum bei der UZ mit Rolf Priemer als Chefredakteur. Damals wurde die UZ wieder Wochenzeitung. Später arbeitete die gelernte Gärtnerin im Ressort Innenpolitik der Tageszeitung junge Welt. Auf dem 20. Parteitag der DKP 2013 wurde Wera Richter zur stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt und übernahm die Verantwortung für die Organisationspolitik. Ein Job, den sie in der SDAJ kennen und lieben gelernt hatte. 2020 löste sie Lars Mörking als UZ-Chefredakteur ab.

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"Druck macht krank", UZ vom 19. November 2021



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