Hochpolitischer Mob

Weit mehr als 20.000 Menschen hatten sich am Abend des 1. Mai in Berlin-Neukölln zur „Revolutionären 1.-Mai-Demo“ versammelt. Äußerst geduldig ließen linke Organisationen, Migrantengruppen und Mieteraktivisten zahlreiche Polizeiprovokationen an sich abtropfen. Zu Krawall kam es trotzdem. Die „Berliner Zeitung“ machte einen „hochpolitischen Antifa-Mob“ verantwortlich. Einen Mob gab es tatsächlich: Behelmt und bewaffnet zerschlug er die Demo ohne Anlass, Vorwarnung und Rücksicht auf Verluste. Weder die Inhalte der Mai-Aktivitäten des DGB und der klassenkämpferischen Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter vom Vormittag noch die der Abend-Demo schafften es so in die Hauptstadtpresse. Mission erfüllt.

Dieser Artikel ist für Sie kostenlos. Kritischer Journalismus braucht allerdings Unterstützung, um dauerhaft existieren zu können. Daher freuen wir uns, wenn Sie sich für ein Abonnement der UZ (als gedruckte Wochenzeitung und/oder in digitaler Vollversion) entscheiden. Sie können die UZ vorher 6 Wochen lang kostenlos und unverbindlich testen.

✘ Leserbrief schreiben

An die UZ-Redaktion (leserbriefe (at) unsere-zeit.de)

"Hochpolitischer Mob", UZ vom 7. Mai 2021



    Bitte beweise, dass du kein Spambot bist und wähle das Symbol Stern.



    UZ Probe-Abo [6 Wochen Gratis]
    Unsere Zeit