IG Metall will Panzerprüfstrecke erhalten

Die IG Metall demonstrierte am Dienstag vor dem Münchener Werk der Rüstungsschmiede „Krauss-Maffei-Wegmann“ (KMW) für den Erhalt der unternehmenseigenen Panzerprüfstrecke. KMW hatte diese in den 1960er Jahren mit öffentlichen Geldern gebaut, aber ohne Genehmigung, die jetzt nachträglich bei der Stadt München beantragt wurde. Dagegen klagt die Bürgerinitiative „Schule statt Panzer“. Die Bürgerinitiative möchte lieber das Gelände für eine neue Schule nutzen. Für das in der Nähe liegende „Luise-Schröder-Gymnasium“ wird seit längerem nach einem neuen Standort gesucht, was sich bei den Münchener Bodenpreisen als schwierig erweist.

Die IG Metall befürchtet, dass die Panzerprüfstrecke geschlossen wird und setzt in ihrer Argumentation auf die Standortlogik. Ohne die Panzerprüfstrecke sei das ganze Werk gefährdet, es drohe die Auslagerung nach Osteuropa, wo dann Panzer von Menschen ohne Tarifvertrag gebaut werden, während die Tarif­arbeiter in München arbeitslos werden.

Über den Autor

Christoph Hentschel (Jahrgang 1980) ist Politikwissenschaftler und Redakteur für „Politik“. Er arbeitet seit 2017 bei der Zeitung der DKP.

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"IG Metall will Panzerprüfstrecke erhalten", UZ vom 21. Januar 2022



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