Janine Wissler

Nachhilfe gab es am Dienstag im Deutschlandfunk von der Linken-Ko-Vorsitzenden und Spitzenkandidatin ihrer Partei zu den Bundestagswahlen Janine Wissler. Worin? In dem, was die Linkspartei heute unter Friedenspolitik versteht. Das ist nicht mehr viel. Eine „friedliche Außenpolitik“ will Wissler und keine „Kampfeinsätze der Bundeswehr“. Wie sich ihre Partei verhalten würde, wenn mögliche Koalitionspartner im Bund auf „Aufklärungseinsätze“ setzen, mag sie lieber nicht sagen. Auf keinen Fall aber soll Deutschland raus aus der NATO. Stattdessen solle die NATO „aufgelöst“ werden. Klingt gut? Ist es aber nicht. Aufgelöst heißt nicht abgeschafft, die Linkspartei will die NATO durch ein „kollektives Sicherheitsbündnis“ ersetzen. Wissler gilt als das linke Gegenstück zur Mitvorsitzenden Hennig-Wellsow. Aber wer so redet, hat die Friedenspolitik um des lieben Regierens willen auch schon über Bord geworfen.

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Über den Autor

Melina Deymann, geboren 1979, studierte Theaterwissenschaft und Anglistik und machte im Anschluss eine Ausbildung als Buchhändlerin. Dem Traumberuf machte der Aufstieg eines Online-Monopolisten ein jähes Ende. Der UZ kam es zugute.

Melina Deymann ist seit 2017 bei der Zeitung der DKP tätig, zuerst als Volontärin, heute als Redakteurin für internationale Politik und als Chefin vom Dienst. Ihre Liebe zum Schreiben entdeckte sie bei der Arbeit für die „Position“, dem Magazin der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend.

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"Janine Wissler", UZ vom 14. Mai 2021



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