Vom 28. bis 30. August finden in Berlin die UZ-Friedenstage im und vor dem FMP1, besser bekannt als ND-Gebäude, in der Nähe des Ostbahnhofs statt. Die DKP sieht es in dieser Zeit des Generalangriffs auf unsere sozialen Rechte durch die Bundesregierung als notwendig an, Hochrüstung und Kriegspolitik in die Debatte um den Abwehrkampf zu bringen. Das Geld, das uns überall genommen werden soll, fließt in die Taschen der Rüstungskonzerne. Die UZ-Friedenstage sind ein Treffpunkt nicht zuletzt für die Vernetzung von Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern für den Frieden. Im Folgenden stellen wir die Programmpunkte der Kommission Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit auf den UZ-Friedenstagen vor. Kurz: Bring deine Kolleginnen und Kollegen mit nach Berlin!
Den Generalangriff auf unsere Rechte abwehren!
Gesundheitsversorgung, Rente, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Achtstundentag – die Liste an geplanten Angriffen der Kapitalseite und ihrer Regierung auf die Beschäftigten, ihre Gewerkschaften und unsere erkämpften Rechte ist lang. Aber wie kann dem Angriff begegnet werden? In welchem Verhältnis stehen diese Angriffe zu Militarisierung und Kriegsvorbereitung? Und welche Rolle muss deshalb der Friedenskampf bei der Abwehr der Angriffe auf unsere sozialen Rechte haben?
Podiumsdiskussion unter anderem mit Ulrike Eifler, aktive Gewerkschafterin und Erstunterzeichnerin der Initiative Gewerkschaften gegen Aufrüstung, und Tatjana Sambale, Mitglied des DKP-Parteivorstandes und seiner Kommission Betrieb und Gewerkschaft. Moderation: Jan von Hagen, Leiter der Kommission für Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit beim Parteivorstand der DKP
Arbeit in der Rüstungsindustrie – besser als gar keine?
VW in Osnabrück, ein Waggonbauwerk in Görlitz, der Einstieg von Rheinmetall und KNDS in viele Betriebe … der Umbau hin zur Kriegswirtschaft läuft auf Hochtouren. Und das in einer Zeit, in der jeden Monat Tausende Industriearbeitsplätze verloren gehen. Die Frage, ob man nicht lieber in der Rüstungsindustrie arbeitet als nirgendwo, stellt sich real. Wie müssen sich die Friedenskräfte, Gewerkschaften und Kommunisten in dieser Situation aufstellen? Wie sprechen wir verunsicherte Belegschaften an? Wie schaffen wir die Einheit von Arbeiter- und Friedensbewegung?
Podiumsdiskussion mit Benedikt Kolbe, Mitglied der Kommission Betrieb und Gewerkschaft des DKP-Parteivorstands, Timo Reuter, aktiver IG-Metaller und Unterzeichner des Aufrufs von VW-Beschäftigten „Nein zum Umbau auf Kriegswirtschaft!“, und Nonni Morisse, Gewerkschaftssekretär aus Bremerhaven, Moderation: Lars Mörking, UZ-Redakteur
Daseinsvorsorge in Flecktarn?
Bei der Bahn gilt Vorfahrt für Panzer. Soldaten in Uniform fahren umsonst. Wie es sonst so bei der Bahn läuft oder eher nicht läuft, davon können viele Bahnkunden berichten. Der DHL-Konzern verdient auf der ganzen Welt mit den Kriegen des imperialistischen Lagers, dafür wird die Postzustellung im Inland immer unzuverlässiger. Besondere Ausmaße hat bereits die Militarisierung der Krankenhäuser erreicht. Welche Strategien verfolgen Monopole und Staat bei der Umstellung auf Kriegswirtschaft in der Daseinsvorsorge? Wie wirkt sich die Militarisierung auf Beschäftigte und die Bevölkerung aus? Und wie kann der Widerstand gegen den Kriegskurs mit dem Kampf um eine demokratische Daseinsvorsorge verbunden werden?
Über diese Fragen diskutieren Rainer Perschewski, Mitglied der EVG und des DKP-Parteivorstandes und seiner Kommission Betrieb und Gewerkschaft, mit Genossinnen aus dem Gesundheitsbereich und aus der DKP-Betriebsgruppe Post in Kassel.
Betriebsgruppen der DKP – Wo gibt’s denn sowas?
„Eine Kämpferschar wie die Hamburger, die sich auf fest verwurzelte Zellen in allen Betrieben und auf die Vereinigung der breitesten Arbeitermassen stützt, wird künftig in einer ähnlichen Situation unbesiegbar sein.“ Das sagte Ernst Thälmann 1925 zur Auswertung des Hamburger Aufstandes. Kommunistinnen und Kommunisten sehen in den Betriebsgruppen zentrale Hebel die Arbeiter für den Klassenkampf, für den Frieden und die Solidarität zu gewinnen. Wie gehen sie dabei vor? Welche Erfolge haben sie dabei errungen?
DKP-Betriebsgruppen stellen sich und ihre Arbeit vor – und werden feierlich geehrt.
Berufsverbote gestern und heute
Den Krieg führbar zu machen, das bedeutet, nach innen Demokratie abzubauen. Dafür standen die Berufsverbote der deutschen Faschisten, der Radikalenerlass unter Brandt genauso wie die Wiedereinführung von Berufsverboten heute. Argumentiert wird dieser Grundrechtsabbau mit dem Erstarken der AfD. Aber wen haben die Berufsverbote getroffen? Welche Funktion erfüllen sie heute? Und wie können wir gegen sie ankämpfen?
Podiumsdiskussion mit Betroffenen und unter anderem Freya Pillardy, aktiv im Bezirksjugendvorstand ver.di Nordhessen und Vertrauensfrau im öffentlichen Dienst, und Heiko Humburg, GEW Hamburg, aktiv im Hamburger Bündnis gegen Berufsverbote. Moderation: Torben Müller, DKP Berlin
Das Programm für die UZ-Friedenstage wächst und gedeiht. In Kürze wird es auch genauere Infos zu Orten und Zeiten der Diskussionsrunden geben. Ein Blick auf die Homepage lohnt sich.









