Massenentlassungen bei Amazon, Google und Microsoft

Mehr mit weniger

Wie die Springer-Publikation „Business Insider“ berichtet, hat der US-Konzern Amazon erste Entlassungsschreiben an seine Beschäftigten verschickt. Insgesamt will der Monopolist im Onlinehandel mehr als 18.000 Menschen kündigen. Aber nicht nur Amazon führt Massenentlassungen durch. Bis März will Microsoft 10.000 Beschäftigten kündigen, Google will 12.000 Menschen entlassen.

Die Ära des expansiven Wachstums scheint für die großen Tech-Unternehmen vorbei. Alle drei zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine marktbeherrschende Position einnehmen. In der Pandemie hatten sie einen weiteren Wachstumsschub verzeichnet und entsprechend eingestellt.

Am Beispiel Amazon zeigt sich, dass es sich nicht nur um den Abbau einer pandemiebedingten Spitze handelt. Amazon hat seit seiner Gründung 1994 ständig und aggressiv immer weiter expandiert. Dafür hat der Konzern auch Verluste in Kauf genommen. Das Versprechen war weiteres Wachstum. Nun ist offenbar die Zeit gekommen, abzukassieren. Ständig werden zum Beispiel Preise und Konditionen beim Kundenprogramm „Amazon Prime“ geändert. Amazon versucht offenbar, möglichst viel aus seinen Kunden rauszuholen.

„Business Insider“ führt zudem an, dass das Geschäft mit der Werbung „immer schlechter“ laufe und „weniger profitabel“ sei. Und darum geht es: Profitabilität. Um eine marktbeherrschende Stellung zu erreichen, haben Amazon, Google und Co. viel investiert, neue Dienste aufgekauft, ihre Dienste ständig erweitert und verbessert. Derzeit aber werden Entlassungen auch bei den bisher auf dem Arbeitsmarkt heiß begehrten Entwicklern vorgenommen.

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"Mehr mit weniger", UZ vom 27. Januar 2023



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