Die 22. Linke Literaturmesse öffnet ihre Pforten vom 17–19. November

Mit Esther und Erich nach Nürnberg

Von Robert Walta

Nähere Infos unter: www.linke-literaturmesse.de

Bejarano, Esther; Die:

Ist eine Überlebende des Vernichtungslager Ausschwitz. Sie spielte dort im Mädchenorchester und überlebte den Holocaust. Seit vielen Jahren engagiert sie sich gegen das Vergessen des Faschismus und tritt bundesweit, zuletzt auch in Kuba, mit den Rappern der „Microphone Mafia“ auf. Neben Bundesverdienstkreuz und Carl-von-Ossietzky-Medaille zeichnet sie vor allem die richtige Haltung im Kampf der Klassen aus.

Auf der Literaturmesse heißt es „La vita continua“

Es ist jetzt schon einige Jahre her, seitdem die Familie Bejarano und die Microphone Mafia ein einzigartiges musikalisches Projekt ins Leben gerufen haben. Damals begann die Odyssee mit den Sätzen: Orient trifft Okzident, die Jüdin den Moslem, Alt trifft Jung, Tradition trifft Moderne, Folklore trifft Rap … Aus diesem Projekt hat sich eine festverschworene Einheit entwickelt, die die Menschen auch mit ihrem zweiten Album in den Bann zieht. „La vita continua“ macht da weiter, wo „Per la vita“ aufgehört hat. Drei Generationen die ihre kulturellen, menschlichen, musikalischen und persönlichen Ansichten und Gedanken verschmelzen lassen und ihre Sicht von Leben vorstellen.

Schaffner, Erich; Der:

ist ein deutscher Schauspieler und Rezitator aus Mörfelden. Nach einer Druckerlehre und zweitem Bildungsweg studierte er Musik und darstellende Kunst. Er wirkte an mehreren Theatern und verschiedenen Fernseh- und Rundfunksendern. Bei seinen Bühnenprogrammen treten mit ihm häufig die Worte Brechts, Kraus‘ und Tucholskys auf.

Auf der Literaturmesse heißt es „Lenin, Majakowski und ich …“

Erich Schaffner spricht und singt Lieder, Gedichte, Texte und Szenisches von Lenin, Karl Kraus, Majakowski, Brecht, Weinert und anderen, deren Namen heute fast vergessen sind. Am Klavier wird er begleitet von Georg Klemp.

Programm, weiteres, Das:

Neben Erich und Esther werden natürlich wieder Dutzende weitere spannende Veranstaltungen stattfinden. Da ist die Eröffnungsveranstaltung am Freitagabend zu nennen, bei der auf dem Podium der Frage nach dem Roten Oktober „Was war? Was bleibt?“ nachgegangen wird. Neue Bücher werden samstags zum „Mythos Sexarbeit“ – wer die Debatte in der UZ verfolgt hat, wird hier sicher auf seine Kosten kommen –, zu „AfD und die soziale Frage“ und auch „Lenin“ vorgestellt. Auch der Neue Impulse Verlag wird sein neuestes Werk „Grenzerfahrungen“ vorstellen. Der Autor, Wolfgang Jantzen, berichtet darin von seinen Erfahrungen als Professor in der DDR am Ende der 80er Jahre. Darüber hinaus wird André Scheer über Venezuela, Reinhard Lauterbach über den Kampf um die Ostsee und Ulla Jelpke über die Verteidigung der Pressefreiheit sprechen.

Natürlich ist jetzt mehr verschwiegen als benannt, aber auch bei Programmauswahl gilt: Selbst ist der Kommunist! Begutachten Sie das Programm auf seine rund 60 Veranstaltungen und stellen Sie ihr eigenes Menü zusammen. Zum Verschnaufen gibt es, neben solidarischen Leckereien, zwei Ausstellungsbereiche und natürlich rund 70 präsentierte Verlage mit ihren Infoständen, die sich über Ihren Besuch freuen.

✘ Leserbrief schreiben

An die UZ-Redaktion (leserbriefe (at) unsere-zeit.de)

"Mit Esther und Erich nach Nürnberg", UZ vom 3. November 2017



    Bitte beweise, dass du kein Spambot bist und wähle das Symbol LKW aus.



    UZ Probe-Abo [6 Wochen Gratis]