NATO raus

Russlands Außenminister Sergej La­wrow reicht es. Er kündigte laut der russischen Nachrichtenagentur „TASS“ an, dass die NATO-Vertretung in Moskau zum 1. November geschlossen werde. Zudem werde das bei der Zentrale des Kriegsbündnisses in Brüssel akkreditierte russische Personal bis auf Weiteres abgezogen. „Die NATO ist weder an einem gleichberechtigten Dialog noch an einer Zusammenarbeit interessiert“, begründete Lawrow. In dringenden Fällen könne sich das Militärbündnis an den russischen Botschafter in Belgien wenden.
Die Maßnahme ist eine Reaktion auf den Rauswurf von acht russischen Diplomaten aus der NATO-Zentrale in Brüssel Anfang Oktober. Ihnen wurde vorgeworfen, „verdeckte russische Geheimdienstmitarbeiter“ zu sein. Lawrow kommentierte: „Als Ergebnis der bewusst gewählten Schritte der NATO sind die Bedingungen für elementare diplomatische Arbeit nicht gegeben.“

Bundesaußenminister Heiko Maas versteht es nicht: Die Entscheidung Moskaus werde die Eiszeit weiter verlängern, sagte der SPD-Politiker.

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Über die Autorin

Wera Richter, geboren 1969, ist stellvertretende Parteivorsitzende der DKP und Chefredakteurin der UZ. Die journalistische Laufbahn begann in jungen Jahren mit einem Praktikum bei der UZ mit Rolf Priemer als Chefredakteur. Damals wurde die UZ wieder Wochenzeitung. Später arbeitete die gelernte Gärtnerin im Ressort Innenpolitik der Tageszeitung junge Welt. Auf dem 20. Parteitag der DKP 2013 wurde Wera Richter zur stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt und übernahm die Verantwortung für die Organisationspolitik. Ein Job, den sie in der SDAJ kennen und lieben gelernt hatte. 2020 löste sie Lars Mörking als UZ-Chefredakteur ab.

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"NATO raus", UZ vom 22. Oktober 2021



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