Israelische Grenzpolizisten haben im besetzten Westjordanland einen 30-jährigen Palästinenser erschossen. Die israelischen Einsatzkräfte hätten ihn deshalb getötet, weil er mit einem Gewehr gefeuert hätte, so die Begründung. Der Vorfall, bei dem keine Sicherheitskräfte verletzt worden seien, ereignete sich laut Israels Polizei und Armee während eines israelischen „Einsatzes“ in der Gegend. Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete, Israels Militärs hätten ein Berufsausbildungsinstitut der UN-Hilfsagentur für palästinensische Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) gestürmt. Es sei nicht die erste Razzia in der Einrichtung. Laut Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums wurden bei israelischen „Militäreinsätzen“ im Westjordanland, bewaffneten Auseinandersetzungen und Anschlägen seit dem 7. Oktober 2023 mehr als 1.000 Palästinenser getötet. Gleichzeitig gibt es verstärkt Gewalt radikaler israelischer Siedler gegen Palästinenser.
Die Außenminister der EU-Staaten haben sich auf die Verhängung weiterer Sanktionen wegen der Gewalt radikaler israelischer Siedler gegen Palästinenser im Westjordanland verständigt. Die Maßnahmen sollen etwa zehn Personen und Organisationen treffen. Es werde jedoch nicht in Erwägung gezogen, auch Finanzminister Bezalel Smotrich und Polizeiminister Itamar Ben-Gvir zu sanktionieren. Dafür gebe es weiterhin nicht den erforderlichen Konsens, hieß es.








