Razzia im ­Gewerkschaftshaus

In Italien haben am Donnerstag vergangener Woche Carabinieri Büros der Gewerkschaft USB durchsucht – und in der Zentrale der Gewerkschaft zielgerichtet und schnell eine Waffe gefunden. Ein Ding der Unmöglichkeit, wenn man allein die Größe des Gewerkschaftshauses von 1.000 Quadratmetern betrachtet. Die USB schätzt die Aktion als klaren Einschüchterungsversuch ein, die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter sollen davon abgehalten werden, weiterhin gegen Krieg und für den Austritt Italiens aus der NATO zu kämpfen. Zuletzt hatten am Flughafen von Pisa in der USB organisierte Arbeiter verhindert, dass als „humanitäre Hilfe“ deklarierte Kriegsgüter in die Ukraine geflogen werden.

Rechtlich ist die Durchsuchung umstritten. Seit der Zeit des Faschismus hat es in Italien keine Durchsuchung eines Gewerkschaftshauses mehr gegeben.

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"Razzia im ­Gewerkschaftshaus", UZ vom 15. April 2022



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