SDAJ: Solidarität mit den Beschäftigten im TV-L!

Ihr habt die öffentliche Infrastruktur in Verwaltungen, Krankenhäusern und Schulen am Laufen gehalten, trotz Pandemie. Was ihr dafür fordert ist gerade auch angesichts der hohen Inflation alles andere als überzogen: 5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 150 Euro bzw. 300 Euro für Beschäftigte im Gesundheitswesen. Für Azubis 100 Euro mehr und weiterhin eine Übernahme nach der Ausbildung. Und das alles bei einer Laufzeit von 12 Monaten, die euch nicht zwingen würde, wieder länger als ein Jahr die Füße stillhalten zu müssen. Die Tarifierung der studentischen Beschäftigen an den Hochschulen soll ebenfalls Teil der Verhandlungen sein.

Die Gegenseite – die Arbeitgeber – wollen eine elementare Errungenschaft inhaltlich verschlechtern: Das Eingruppierungssystem. Das darf nicht passieren! Sie verstecken sich hinter der Pandemie und jammern mal wieder von leeren Kassen. Doch Hilfspakte für Unternehmen wie die Lufthansa in Milliardenhöhe waren möglich!
Kaum sind die Forderungen beschlossen – schon sind die Medien arbeitgebertreu zur Stelle: Ein Kommentar im Deutschlandfunk fordert eine „geräuschlose“ Tarifrunde, möglichst ohne Streik.

Doch Tarifrunden ohne Streik sind kollektives Betteln! Wenn ihr die geplanten Angriffe der Arbeitgeber abwehren und eure mehr als berechtigten Forderungen durchsetzen wollt, geht das nicht allein durch Appelle und Bitten – den Forderungen muss Druck verliehen werden durch echten Arbeitskampf! Dafür müssen sich mehr Beschäftigte im TV-L in den Gewerkschaften organisieren und sich selbst für ihre Interessen aktiv einsetzen. Also: rein in die Gewerkschaften und raus zur Tarifrunde! Solidarität mit euch Beschäftigten und euren Forderungen!



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