Ami go home

Dem US-Botschafter Richard Grenell, der am 1. Juni seine Koffer packte, sollen nun die ersten US-Soldaten folgen. Medienberichten zufolge planen die USA den Abzug von 9.500 ihrer 34.500 in Deutschland stationierten Soldaten. Gut so. Vor allem sollen sie die 20 US-Atombomben aus dem rheinland-pfälzischen Büchel mitnehmen.

Für den Abzug der Atomwaffen hatte sich zuletzt auch SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich stark gemacht. Seine Kommentierung des Truppenabzugs ist allerdings wieder ganz SPD: Der Abmarsch der GIs mache „die Einbettung der deutschen Sicherheitspolitik in ein europäisches Umfeld noch dringender und sinnvoller“. Das ist EU-Militarisierung statt Friedenspolitik. Trennungsschmerz plagt den grüne Außenpolitiker Jürgen Trittin: Trump breche „einen weiteren Stein aus der Mauer des transatlantischen Verhältnisses“.

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Über den Autor

Wera Richter, geboren 1969, ist stellvertretende Parteivorsitzende der DKP und Chefredakteurin der UZ. Die journalistische Laufbahn begann in jungen Jahren mit einem Praktikum bei der UZ mit Rolf Priemer als Chefredakteur. Damals wurde die UZ wieder Wochenzeitung. Später arbeitete die gelernte Gärtnerin im Ressort Innenpolitik der Tageszeitung junge Welt. Auf dem 20. Parteitag der DKP 2013 wurde Wera Richter zur stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt und übernahm die Verantwortung für die Organisationspolitik. Ein Job, den sie in der SDAJ kennen und lieben gelernt hatte. 2020 löste sie Lars Mörking als UZ-Chefredakteur ab.

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"Ami go home", UZ vom 12. Juni 2020



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