Charité: Verhandlungen über Entlastung

ver.di verhandelt derzeit mit der Charité über die Fortsetzung des Entlastungstarifvertrags. Der Vertrag sichere gute Personalausstattungen für Pflege und andere Berufsgruppen, so die Gewerkschaft. Der Tarifvertrag war nach jahrelangen Aktionen und Streiks der Beschäftigten 2021 abgeschlossen worden.

Mit Verweis auf die Sparmaßnahmen des Bundes kündigte die Klinikleitung diese Einigung auf. Die Charité fordert nun eine deutliche Absenkung der tariflichen Standards. In einer vor Verhandlungsbeginn verschickten Mitteilung an die Beschäftigten drohte sie mit Stellenabbau, sollte der Tarifvertrag fortgesetzt werden. ver.di weist diese Dramatisierung zurück und besteht auf der Orientierung an Standards des Arbeitsschutzes und guter Patientenversorgung.

Ulla Hedemann, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin auf einer Kinderintensivstation und Mitglied der ver.di-Tarifkommission, warnt: Wenn nur über Sparmaßnahmen geredet werde und die Personalbemessung gekürzt werden solle, lande man in der Versorgung schnell wieder da, wo man vor 15 Jahren schon einmal gewesen sei: zu wenig Personal, zu hohe Belastung und zu wenig Zeit für gute Versorgung. Die nächste Verhandlung soll am 30. Juli stattfinden.

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"Charité: Verhandlungen über Entlastung", UZ vom 24. Juli 2026



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