Im Februar 2026 wurde der Generalsekretär der Kommunistischen Partei – Marxistisch – Kenias, Booker Ngesa Omole, festgenommen und im Gefängnis misshandelt (siehe unter anderem UZ vom 26. Februar). Einige Tage später wurde er gegen eine hohe Kaution freigelassen. In dem folgenden Verfahren, in dem ihm Widerstand gegen die Staatsgewalt, Besitz von Waffen und Drogen vorgeworfen wurden, gab es erheblich Widersprüche auf Seiten der Anklage. Eine Zeugenaussage wurde bereits nach kurzer Zeit zurückgezogen, es gab Unstimmigkeiten bezüglich angeblich beschlagnahmter Beweismittel, der Leiter der Polizeistation, in der Booker inhaftiert war, weigerte sich, einer Vorladung des Gerichts nachzukommen.
Beim letzten Prozesstag am 16. Oktober wurde Booker Omole in allen Anklagepunkten freigesprochen. Sein beschlagnahmtes Eigentum muss zurückgegeben werden.
Die KP – Marxistisch – Kenia erklärt dazu, dass weiter Gerechtigkeit gefordert werden müsse: Die Kriminalisierung von kommunistischen und revolutionären Organisationen durch die Ruto-Regierung müsse aufhören. Die Umstände der Entführung von Booker Omole müssen aufklärt, der Leiter der Polizeistation, in der Booker inhaftiert war, zur Verantwortung gezogen und das konfiszierte Eigentum der Partei muss tatsächlich zurückgegeben werden. Um dies zu erreichen, ist weiter internationale Solidarität notwendig.
Der Sieg vor Gericht müsse, so die kenianischen Kommunisten, in eine Organisationsoffensive verwandelt werden. Industrie- und Landarbeiter, Kleinbauern, lernende und arbeitende Jugend müssen sich politisch organisieren, alle demokratischen Kräfte die politischen Freiheiten verteidigen. Die Kommunistische Partei – Marxistisch – Kenia könne und müsse durch die Arbeit in den Massen stärker werden, sie dürfe nicht im Namen des Volks sprechen, sondern das Volk organisieren, mit und von ihm lernen.







