DKP und SDAJ erinnerten an den Überfall der faschistischen Wehrmacht auf die Sowjetunion vor 80 Jahren

Gedenken an der „Mutter Heimat“

Am vergangenen Samstag trafen sich mehr als 250 Menschen an der „Mutter Heimat“ auf dem Gelände des sowjetischen Ehrenmals in Berlin-Treptow, um der 27 Millionen ermordeten Sowjetbürger zu gedenken, die der barbarische Vernichtungskrieg der deutschen Faschisten forderte. Anlass der Kundgebung von DKP und SDAJ war der 80. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941. Die Teilnehmer dankten zugleich den Soldaten der Roten Armee, die nicht nur die Hauptlast des Krieges, sondern auch den Hauptanteil an der Befreiung Europas von Faschismus und Krieg trugen. Angesichts der aktuellen, brandgefährlichen Aggression der NATO gegen die Russische Föderation und die Volksrepublik China forderten sie Frieden mit den beiden Ländern.

„Dass die BRD in diesem Kriegskurs imperialistischer Staaten eine führende Rolle spielt, ist eine ‚Schande für Deutschland‘ – wie es Frau Merkel jüngst bezogen auf Rassismus und Antisemitismus nannte. Von ihr, ihrem Außenminister und der ganzen Entourage sind aber solche Worte, bezogen auf das heutige feindselige Verhältnis zu Russland, nicht zu hören“, kritisierte Hans Bauer, Vorsitzender der Gesellschaft für Rechtliche und Humanitäre Unterstützung, der anstelle des erkrankten Egon Krenz sprach. Der Bundespräsident habe im Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst von Erinnerung und Verpflichtung gesprochen: „Richtig. Nur, wo bleiben die Konsequenzen in der deutschen Politik?“ Die herrschende Klasse in diesem Land solle sich ein Beispiel an den beschimpften sogenannten Diktatursozialisierten der DDR nehmen. „Wir wissen aus Erfahrung und vermitteln es gern weiter, was Frieden und Völkerfreundschaft in der Politik bedeuten.“

Neben Hans Bauer sprachen nach einer Begrüßung durch den Berliner DKP-Vorsitzenden Stefan Natke Andrea Hornung, Bundesvorsitzende der SDAJ, und Rainer Perschewski, Mitglied des DKP-Parteivorstandes. Renate Koppe, Internationale Sekretärin der DKP, verlas ein Grußwort der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation. Feierlich wurden drei junge Genossinnen und Genossen in den Reihen der DKP begrüßt. Spontan hatte die Rotfuchs-Singegruppe die Teilnehmer vor Beginn der Kundgebung mit ihren Liedern begrüßt, das russische Trio Scho gefiel mit mehreren Einlagen. Durch das Programm führte Martina Lennartz aus Gießen. Der Nachmittag im heißen Berlin-Treptow endete mit einem Mahngang zur Krypta und dem „großen Soldaten“ Massalow, wo die Teilnehmer Nelken niedergelegten.Wera Richter

Redebeiträge und ein Video gibt es unter blog.unsere-zeit.de

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Über die Autorin

Wera Richter, geboren 1969, ist stellvertretende Parteivorsitzende der DKP und Chefredakteurin der UZ. Die journalistische Laufbahn begann in jungen Jahren mit einem Praktikum bei der UZ mit Rolf Priemer als Chefredakteur. Damals wurde die UZ wieder Wochenzeitung. Später arbeitete die gelernte Gärtnerin im Ressort Innenpolitik der Tageszeitung junge Welt. Auf dem 20. Parteitag der DKP 2013 wurde Wera Richter zur stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt und übernahm die Verantwortung für die Organisationspolitik. Ein Job, den sie in der SDAJ kennen und lieben gelernt hatte. 2020 löste sie Lars Mörking als UZ-Chefredakteur ab.

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"Gedenken an der „Mutter Heimat“", UZ vom 25. Juni 2021



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