Streik beim Daimler-Zulieferer Baldur

Solidarität mit türkischen Arbeitern

Seit dem 25. Dezember 2020 befinden sich die Arbeiter der Fabrik Baldur Sübsansiyon in der türkischen Stadt Kocaeli im Arbeitskampf. Die Kolleginnen und Kollegen kämpfen dort bereits seit fünf Jahren für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen, für die Anerkennung ihrer Gewerkschaft und aktuell für die Wiedereinstellung der gekündigten Arbeiter. Aus diesem Anlass führten das Zukunftsforum Stuttgarter Gewerkschaften, der Metallertreff und DIDF Stuttgart am 19. Januar eine Aktion vor Daimler in Mettingen und Untertürkheim durch. Mit Transparenten, Schildern und Flyern machten die Gewerkschafter auf den Streik des Daimler-Zuliefererers Baldur aufmerksam (siehe Foto).

Der türkische Betrieb beschäftigt aktuell 114 Arbeiter und gehört zum spanischen Unternehmen MBHA. Dort werden Blattfedern für die Radaufhängung hergestellt. Baldur beliefert unter anderem Daimler-Werke in der Türkei.

Die Vorgänge bei Baldur Sübsansiyon sind beim Daimler-Vorstand bekannt. Die Gewerkschaft Birlesik Metal-Is hatte den Vorstand in den letzten Jahren und auch jüngst über die aggressiven Methoden und Angriffe der Baldur-Bosse informiert. Sie verlangt unter anderem, dass Daimler als Hauptabnehmer von Baldur in dem Konflikt interveniert, damit die Menschen- und Gewerkschaftsrechte bei Baldur uneingeschränkt eingehalten werden. Dazu sind Daimler wie auch Zulieferer per internationalen Gesetzen und Vorschriften verpflichtet.

Die Organisatoren der Aktionen vor den Daimler-Standorten unterstützen die Forderung der Gewerkschaft Birlesik Metal-Is, dass der Daimler-Vorstand die rechtswidrigen Angriffe auf die Baldur-Arbeiter verurteilt und Druck auf die Baldur-Bosse ausübt, damit die Arbeiter- und Gewerkschaftsrechte eingehalten werden.

✘ Leserbrief schreiben

An die UZ-Redaktion (leserbriefe (at) unsere-zeit.de)

"Solidarität mit türkischen Arbeitern", UZ vom 29. Januar 2021



    Bitte beweise, dass du kein Spambot bist und wähle das Symbol Flugzeug aus.



    UZ Probe-Abo [6 Wochen Gratis]
    Vorherige

    Sozialtarifvertrag erkämpft

    Am Band sicherer als im Supermarkt

    Nächste