EU-Arktis-Gipfel

Da ist unser Bundeskanzler für unsere Sicherheit und unseren Frieden nach Finnland gereist. In einem Interview nach dem EU-Arktis-Gipfel hat er es uns dann auch extra nochmal erklärt: Außen- und Sicherheitspolitik sei „important, much more important“ als einige der innenpolitischen Debatten. Und was kommentiert das Wahlvolk auf Instagram? „Bitte senken Sie die hohen Spritpreise!! Sie schaden uns unfassbar stark!“ „Ich fahre täglich 150 km zur Arbeit und wieder nach Hause. Die Spritkosten werden immer mehr zur Belastung und ich weiß langsam nicht mehr, wie das auf Dauer weitergehen soll.“ „Ach jaaa. Unser Oberkriegstreiber und seine Propaganda … Tritt einfach zurück und verschwinde.“ „Rücktritt!“ So geht es weiter und weiter. Kaum einer scheint verstanden zu haben, was wirklich „important“ ist. Alle machen sich nur Gedanken um ihre Geldbeutel. Da helfen dann auch die Posts vom Merz-Fanclub nicht. Die Misere auf Bärbel Bas abzuschieben ist wenig glaubwürdig und erklärt nicht, dass die Menschen endlich ihren Geldbeutel vergessen müssen, um größer zu denken. Da hilft schon eher der Vorschlag von Wolf Schneider unter den Kommentaren. Er rät Merz dringend zu einer Fernsehansprache am kommenden Samstagabend. Dort soll der Bundeskanzler zur Lösung der Probleme die Einführung einer Autobahngebühr von 50 Euro ankündigen. Hoffentlich liest Merz das nicht. Es könnte ihm gefallen.

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"EU-Arktis-Gipfel", UZ vom 18. September 2026



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