Flaggschiff-Partei des deutschen Imperialismus

Wäre Mona Neubaur, die Spitzenkandidatin der Grünen im Landtagswahlkampf in Nordrhein-Westfalen, aus dem selben Holz wie Pinocchio geschnitzt: Ihre Nase wäre so lang, dass sie vornüber fiele. Die Flaggschiff-Partei des deutschen Imperialismus gibt 1,8 Millionen Euro für den Wahlkampf in NRW aus, gut ein Drittel mehr als vor fünf Jahren. Kern der Materialschlacht ist eine Plakatkampagne mit abgewandelten Redewendungen. „Erlebe dein grünes Wirtschaftswunder“, darüber freut sich bestimmt ein frisch Entlassener in Gelsenkirchen. „Reichtum ist, wenn es für alle reicht“, muss eine Hartz-IV-Empfängerin in Duisburg dieser Tage lesen. Extra für Studenten in Köln gibt es „Damit nach der Miete noch was bleibt“.

Besonders unverfroren: „Unabhängig von Kohle, Gas und Diktatoren“. Was man halt so wird, wenn man Gas aus einem Land mit regelmäßigen Wahlen ersetzt durch noch dreckigeres Flüssiggas aus einer absoluten Erbmonarchie. Dreister die Lügen nie klangen. „Mit uns werden Bäume wahr“? Im Dannenröder Wald werden sie rar. Dort gab die schwarz-grüne Landesregierung Hessens 31 Millionen Euro für eine Prügelorgie aus, die den Weg für Abholzung und Autobahnbau frei machte. Die einzigen Träume, die die Grünen verwirklichen, sind die der Monopolbourgeoisie und Rüstungs­industrie.

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"Flaggschiff-Partei des deutschen Imperialismus", UZ vom 15. April 2022



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