Gewerkschaft der Polizei Berlin

Die Gewerkschaft der Polizei Berlin hat sich was Besonderes ausgedacht, um ihre Mitglieder glücklich zu machen und vielleicht neue zu gewinnen.

Mit Einhaltung von Ruhezeiten, vernünftiger Unterbringung und Versorgung bei Einsätzen, die nicht in der eigenen Stadt liegen oder gar so absurdem Zeug wie dem Schutz der eigenen Mitglieder davor, von der Politik zum Rammbock von Immobiliengesellschaften gemacht zu werden, haben sie es gar nicht erst versucht.

Stattdessen haben sie ums Eck von der Räumung der Liebig 34 einen Currywurst-Stand aufgebaut, damit den fleißigen Räumerinnen und Räumern ja nicht die Energie ausgeht. Damit ihnen die nötige ideologische Motivation dafür auch nicht fehlt, tönte der Pressesprecher vorher über die „Linksextremen“ und ihre Unterstützer, die „Polizisten nicht als Menschen sehen“ und für die es „deshalb legitim ist, diese anzugreifen und Gewalt anzuwenden“. Fürs Scharfmachen der Beamten vor einem Einsatz gegen Linke waren bisher eigentlich immer verlässlich Personal in Polizeispitze und die Politik zu finden, die Gewerkschaft war eigentlich eher für andere Dinge zuständig. Bei der GdP scheint das anders. Da kommt anscheinend nur noch das Fressen, die Moral eher nicht.

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Über den Autor

Melina Deymann, geboren 1979, studierte Theaterwissenschaft und Anglistik und machte im Anschluss eine Ausbildung als Buchhändlerin. Dem Traumberuf machte der Aufstieg eines Online-Monopolisten ein jähes Ende. Der UZ kam es zugute.

Melina Deymann ist seit 2017 bei der Zeitung der DKP tätig, zuerst als Volontärin, heute als Redakteurin für internationale Politik und als Chefin vom Dienst. Ihre Liebe zum Schreiben entdeckte sie bei der Arbeit für die „Position“, dem Magazin der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend.

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"Gewerkschaft der Polizei Berlin", UZ vom 16. Oktober 2020



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