Die Diskussionsrunde der Kulturkommission der DKP auf dem 21. UZ-Pressefest

Kunst und Kultur im Klassenkampf

Obwohl es wie eine Binse klingt, aber es kann nicht oft genug gesagt werden: Kunst und Kultur können nur beschrieben und beurteilt werden unter den realen gesellschaftlichen Verhältnissen, sie sind Teil der Gesamtsituation und haben dabei einen besonderen Stellenwert. Kultur als konkreter Ausdruck der Lebenswirklichkeit der Menschen, eben deshalb neben Wünschen, Hoffnungen und Träumen auch der ständige, massive Einsatz aller politisch-ideologischen Kräfte der Herrschenden, genau diese in gewünschte, harmlose Formen der „Eventkultur“, dem ständigen „Beat“ von Tönen und Bildern einzuhegen.

Button FP - Kunst und Kultur im Klassenkampf - DKP, Kulturpolitik, Pressefest - Kultur

Was können wir, und damit sind nicht nur die – viel zu wenigen – Kommunistinnen und Kommunisten gemeint, tun, um diesem Trommelfeuer etwas entgegenzusetzen? Es müssen Formen und Möglichkeiten gefunden und realisiert werden. Die UZ-Pressefeste sind ein gutes Beispiel, wie demokratische, fortschrittliche Kulturarbeit aussehen kann. Natürlich nicht genügend, die Arbeit vor Ort, die Mitarbeit in Organisationen und Bündnissen, die notwendige Arbeit, das Erbe an Kunst und Kultur der arbeitenden Menschen der jetzigen und der künftigen Generation bewusst zu machen.
Diese Fragen und Aufgaben hat sich die vor wenigen Jahren neu gebildete Kulturkommission gestellt, darüber wollen aktive Genossinnen und Genossen berichten und debattieren.
Auf dem Podium sitzen:

Dr. Christiane Pacyna-Friese, kurz cpf, wurde 1953 geboren. Sie studierte Physik in Bonn und promovierte in Gießereiwissenschaften in Clausthal-Zellerfeld. Ihr Arbeitsleben verbrachte sie in der deutschen Industrie. 2006 bis 2009 studierte sie Bildende Kunst. Ihre Werke sind in diversen Ausstellungen zu sehen, u. a. in Dortmund, Neckarsulm, Diepholz, Liverpool und Istanbul. Seit 2014 arbeitet die Künstlerin an der Entwicklung einer musikalischen Zahlenmaschine „Numbers(e)motion“, einem von ihr entwickelten Computerprogramm. Sie erweitert damit die Tradition der fraktalen Bilder an der Schnittstelle zwischen Physik und Kunst um den individuellen Input. Auf dem letzten UZ-Pressefest in Dortmund konnte man diese Arbeit sehen und hören.

Christiane ist Mitglied der DKP und arbeitet aktiv in der Kulturkommission.

Jane Zahn, geboren 1950 in Berlin (Neukölln), hat sich erst spät den Traum von der Kabarettbühne erfüllt. Seitdem sie 2014 nach Rheinsberg (Mark) gezogen ist, verblüfft sie nun hier das Publikum mit ihrer Vielseitigkeit als Kabarettistin und Liedermacherin, tritt aber auch im ganzen Bundesgebiet mit ihren Kabarettprogrammen und Liedern auf, ob auf Kundgebungen und Aktionen oder auf der Bühne. Neben den „üblichen Verdächtigen“ im Repertoire jeder gestandenen Chansonsängerin bringt sie eigene Songs und Texte, rezitiert lautmalerisch-expressionistisch Morgenstern-Gedichte, singt argentinische Tangos und russische Balladen ebenso überzeugend wie mitreißend. Seit vielen Jahren ist sie eine gern gesehene Künstlerin auf den UZ-Pressefesten, so auch diesmal in Berlin.

Jane ist Mitglied der DKP und arbeitet aktiv in der Kulturkommission.
Erich Schaffner, Jahrgang 1950, ist seit vielen Jahren als Schauspieler, Sänger und Rezitator auf deutschen Bühnen und Plätzen präsent. Eine Unmenge an abendfüllenden Programmen hat er geschrieben und zusammengestellt, die Themen sind – wie kann es für einen Kommunisten auch anders sein – die Klassenkämpfe früherer und aktueller Zeiten, Krieg und Frieden, der Kampf gegen alte und neue Faschisten. Auf dem UZ-Pressefest in Berlin hat er seinen Auftritt mit Auszügen aus seinem neuen Programm „Der Krieg ist nichts als die Geschäfte …“.

Erich ist Mitglied der DKP und arbeitet aktiv in der Kulturkommission.

Toni Köhler-Terz, Jahrgang 1968, ist Maler und Grafiker aus Südthüringen und seit vielen Jahren mit Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen im „kargen Geschäft“ als freischaffender Künstler dabei. Bei den Kunstausstellungen früherer UZ-Pressefeste waren seine Arbeiten zu sehen, er selbst war wesentlich beim Zustandekommen und der Organisation der Ausstellung zugange. Hauptsächlich ist er die treibende Kraft des „Kulturkollektivs Goetheschule“ in Lauscha, das mit einer Fülle von Veranstaltungen, Workshops und KünstlerInnen-Residenzen konkrete Kulturarbeit vor Ort leistet.

Toni ist Mitglied des Parteivorstandes der DKP und Vorsitzender der Kulturkommission.

Die Diskussionsrunde findet statt am Sonntag, 28. August, um 11.30 Uhr im Debattenzelt

✘ Leserbrief schreiben

An die UZ-Redaktion (leserbriefe (at) unsere-zeit.de)

"Kunst und Kultur im Klassenkampf", UZ vom 19. August 2022



    Bitte beweise, dass du kein Spambot bist und wähle das Symbol Baum aus.



    UZ Probe-Abo [6 Wochen Gratis]