SDAJ: Solidarität mit den Streikenden bei der Bahn – gegen die Hetze gegen Streiks!

Fahrtausfälle, Verspätungen, Bahnchaos – Phänomene, die zum Alltag von BahnfahrerInnen gehören, auch wenn gerade keine Tarifrunde ansteht. Dass diese gerade zunehmen, liegt an der Arbeitsniederlegung der GDL-Mitglieder, die Gebrauch von ihrem Streikrecht machen. Sie streiken nicht mit dem Ziel, möglichst viele Berufspendlerinnen und Urlauber zu ärgern, was man auch daran sieht, dass sie auch den Güterverkehr bestreiken. Sondern sie wollen ihren Forderungen an die Deutsche Bahn-Spitze Nachdruck verleihen. Das Unternehmen kommt der Gewerkschaft seit Wochen nicht entgegen und bei einer solchen Blockadehaltung bleibt Beschäftigten nichts anderes übrig, als zu streiken.

Solltet ihr also betroffen sein von den Streiks – richtet euren Frust nicht gegen die Beschäftigten sondern gegen die Konzernspitze und den Bund als Eigentümer der Deutschen Bahn! Alle Beschäftigten haben das Recht zu streiken! Die Bahn wird kaputtgespart, auch auf Kosten der Beschäftigten, während gleichzeitig die Vorstandsgehälter steigen. Forderungen der Beschäftigten nach höheren Löhnen sind gerade jetzt also absolut angemessen.

Wir gehen noch einen Schritt weiter und sagen – die Forderungen müssen für alle Berufsgruppen gelten, nicht nur für die Beschäftigten, die die GDL vertritt. Wir lassen uns nicht spalten und kämpfen gemeinsam für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen aller Bahnbeschäftigten – im Gegensatz zur GDL-Führung, die die Zerschlagung, Teilprivatisierung und Arbeitsplatzabbau in der Bahn fordert.

Die DB will das Tarifeinheitsgesetz (TEG) anwenden und schürt so die Auseinandersetzung zwischen der GDL und der EVG. Gerade während Tarifverhandlungen wissen wir aber: Hier gibt es genau einen Gegner! Den Bahnkonzern und seine Versuche die Belegschaft mit dem TEG zu spalten. Stoppt das TEG! Wenn das Geld für die Belegschaft fehlt dann holt es euch von der Vorstandsebene!

Wir wünschen den KollegInnen bei der Bahn viel Erfolg und solidarisieren uns mit den Beschäftigten! Lasst euch nicht spalten



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