Uniklinikum Frankfurt: Beschäftigte fordern Entlastung

Vorbild NRW

ver.di fordert Entlastung für die rund 4.000 nichtärztlichen Beschäftigten der Uniklinik Frankfurt. Seit dem 30. Juni wird darüber verhandelt. Diese Verhandlungen sollten am 24. August fortgesetzt werden (nach Redaktionsschluss). Für den Fall, dass es keine Einigung geben sollte, hat die Gewerkschaft Warnstreiks für Donnerstag und Freitag angekündigt. Der „Hessische Rundfunk“ berichtete, dass sich die Klinikleitung bereits auf entsprechende Einschränkungen vorbereite. Mit ver.di sei vereinbart, die Notfallversorgung aufrechtzuerhalten.

Verhandelt wird über einen Tarifvertrag Entlastung, der unter anderem die Einhaltung von selbstgesetzten Personalschlüsseln vorsieht – also wie viele Patienten eine Pflegekraft auf Station pro Schicht versorgen muss. Die Belastung der Beschäftigten sei derzeit zu hoch, sagt ver.di. „Am meisten zu schaffen macht uns der Zeitdruck“, sagt dazu Rieke Kolbeck, die in der Anästhesie des Uniklinikums arbeitet.

In Nordrhein-Westfalen hatte es einen wochenlangen Arbeitskampf um bessere Arbeitsbedingungen gegeben. Einem 100-Tage-Ultimatum folgte ein 77 Tage andauernder Streik an den sechs Unikliniken in NRW.

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"Vorbild NRW", UZ vom 26. August 2022



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