Nun trifft es 117 Kolleginnen und Kollegen der Lloyd-Werft

Arbeitsplatzvernichtung im Land Bremen geht weiter

Die Kolleginnen und Kollegen der Lloyd-Werft in Bremerhaven wurden am 27. Februar auf einer Betriebsversammlung über den Kahlschlag des Mutterkonzerns der Lloyd-Werft, der malaysischen Genting-Gruppe, informiert. Die DKP Bremen berichtet auf ihrer Homepage:

„Unter den Kolleginnen und Kollegen ist die Stimmung mies, sie trauen der Geschäftsführung und ihren Managern nicht mehr über den Weg. Sie reden nicht miteinander, weil sie Angst haben und jeder hofft insgeheim, noch einmal davon zu kommen, wenn er nicht kämpft. Dies ist zwar menschlich, hilft aber nur den Bossen, den Kahlschlag in aller Ruhe abzuwickeln und die Belegschaft unterzubuttern.

Schon vor Weihnachten hatte die Chefetage angekündigt, sich aus dem Schiffsreparaturgeschäft zurückzuziehen, um verstärkt in den Yachtenbau einzusteigen. Dazu ein Kollege: ‚Ich finde es mit Verlaub gesagt wirklich traurig, dass wir so an die Wand gedrückt werden und für uns nichts übrig ist, dabei ist genug Arbeit in Bremerhaven da.’ Wenig Trost für die betroffenen Kollegen ist die zu versteuernde Abfindung. Der Genting-Konzern hat dafür 12 Millionen Euro geplant zurückgelegt.

Wir Kommunistinnen und Kommunisten meinen: Der Grund warum es keine gesicherten Arbeitsplätze gibt, ist der Profit, denn er ist die Triebkraft des Kapitalismus. Der Profit sorgt dafür, dass wir nicht vor Wirtschafts- und Währungskrisen, vor Arbeitslosigkeit, vor den unsozialen Folgen einer kapitalistisch genutzten Automation, und vor Einkommensminderung oder sozialem Abbau geschützt sind.“

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"Arbeitsplatzvernichtung im Land Bremen geht weiter", UZ vom 10. März 2017



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