UZ-Pressefest 2018

Cocktails und Klassenkampf

Die SDAJ feierte im Jugendbereich gelungen ihren 50. Geburtstag
Von Christoph Hentschel
|    Ausgabe vom 14. September 2018
50 Jahre SDAJ waren auch für die „Alten Säcke“ ein Grund zum Feiern. (Foto: Shari Deymann)
50 Jahre SDAJ waren auch für die „Alten Säcke“ ein Grund zum Feiern. (Foto: Shari Deymann)

Die SDAJ eröffnete den Jugendbereich auf dem UZ-Pressefest am Freitag mit einer Besucherin aus dem sozialistischen Kuba, Yenisey Cruz Carreno, die 1. Sekretärin des kubanischen Jugendverbandes UJC. Am Samstag las die SDAJ-Bundesvorsitzende Lena Kreymann aus dem neuen Buch „Eine Welt zu gewinnen – Marx, der Kapitalismus von heute und was wir tun können“ und stieß damit auf großes Interesse. Diese Einführung in den Marxismus schenkte sich die SDAJ zu ihrem 50. Geburtstag selbst, sie kann auf uzshop.de erworben werden.
Der Lesung folgte ein Rap-Workshop und die Diskussionsrunde zu 50 Jahre SDAJ mit dem heutigen hessischen Bezirksvorsitzenden Axel Koppey, der in den 80er und 90er Jahren im Jugendverband aktiv gewesen ist, und Lena Kreymann. Beide waren sich einig, dass gleichgültig ob in besseren oder schlechteren Zeiten, Schule und Betrieb den Schwerpunkt darstellen für junge Revolutionäre, um im Kampf zu lernen.
Sehr gut besucht waren die Aktiventreffen der IG-Metall-Mitglieder und das Bahnertreffen sowie SchülerInnentreffen am Samstagvormittag. Auch (Noch-)Nicht-Mitglieder ergriffen die Chance und tauschten sich mit ihren Kolleginnen und Kollegen über ihre Kämpfe vor Ort aus. Wer seinen Background erweitern wollte, konnte mit Jürgen Lloyd in 60 Minuten mehr über den Marxismus erfahren. Dazwischen las Manfred Jansen aus seinem Buch „Ihr seid Träumer, sagte der Traum“, in dem er seine Erfahrungen als Gewerkschafter im Kampf gegen Betriebsschließungen schildert.
Neben den Diskussionsrunden bot die SDAJ am Samstag und Sonntag verschiedene Workshops an. Angefangen mit Runden über Antifa in der Schule, was man als Jugendvertreter wissen muss oder Kriegspropaganda bis hin zu Graffiti oder das Erkennen rechter Kleidung und Symbole.
Zuerst irritierend wirkte die „Kopfhörerparty“ am Samstagabend. Mit Kopfhörern auf den Ohren feierte die SDAJ ihren 50sten Geburtstag, nachdem die Bands „Burger Weekends“ und „Compania Bataclan“ das Großzelt zum Kochen gebracht hatten. Einen Abend zuvor wurde zum Arbeiterliedersingen mit Achim Bigus geladen und das singfreudige Publikum strömte ins Großzelt, bis es kuschlig eng wurde. Am Sonntagnachmittag sorgte die Band „Slap Tree“ für den gelungenen Abschluss des Kulturteils im Jugendbereich.
Zeitgleich zu Slap Tree überreichten auf der Kleinkunstbühne Patrik Köbele, Vorsitzender der DKP, und Tina Sanders, Bundesvorsitzende der SDAJ zu Beginn der 2000er Jahre, Genossinnen und Genossen der heutigen SDAJ eine extra für diesen Anlass angefertigte „Traditionsfahne“ mit goldenem SDAJ-Emblem. Sie ließen es sich auch nicht nehmen, mit zahlreichen Veteraninnen und Veteranen der SDAJ und den anwesenden jungen Revolutionären das SDAJ-Lied zu singen.


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Leserbrief zu Artikel »Cocktails und Klassenkampf«, UZ vom 14. September 2018





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