Vor dem Karren der RWE

Von Hans-Georg Schwabe, Stuttgart
|    Ausgabe vom 9. November 2018

Der Autor bemüht sich meines Erachtens um einen ausgleichenden Stil, versucht nicht zu polarisieren, will Arbeitsplatzerhaltung und Umweltschutz nicht gegeneinander ausspielen … verhält sich in seinem Bericht, so denke ich, nicht dialektisch. Es wird im Wesentlichen über die Geschehnisse der letzten Wochen berichtet und in keinerlei Weise Stellung bezogen.
Ist auch schwierig, wenn man dies nicht aus einer höheren Perspektive anzugehen versucht.
Der US-Politologe Theodore Roszak schreibt:
„Arbeit, die unnötigen Verbraucherramsch oder Kriegsgerät erzeugt, ist Vergeudung und unsinnig. Arbeit, die auf falschen Bedürfnissen oder unbekömmlichen Appetit beruht, ist Vergeudung und unsinnig. Arbeit, die täuscht oder manipuliert, ausbeutet oder degradiert, ist Vergeudung und unsinnig. Arbeit, welche die Umwelt verletzt oder die Welt hässlich macht, ist Vergeudung und unsinnig. Es ist nicht möglich, solche Arbeit dadurch aufzuwerten, dass man sie anreichert oder umstrukturiert, sie sozialisiert oder nationalisiert, sie ‚klein‘ macht, dezentralisiert oder demokratisiert.“
Auf geschickteste Weise werden die Besitzer von Arbeitsplätzen bei RWE gegen die Umweltschützer instrumentalisiert, und selbst von der Lobby der Braunkohle-Befürworter und deren politischen Handlangern wird eine „progewerkschaftliche Linie“ in die Medien lanciert und die Gewerkschaft lässt sich vor den Karren der RWE und deren Verbände spannen. (…)


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