Das System ändern

Von Christoph Hentschel
|    Ausgabe vom 15. März 2019
Greta Thunberg: „Wenn eine Lösung im System unmöglich zu finden ist, sollten wir das System ändern.“ (Foto: Jörg Farys/WWF/flickr.com)
Greta Thunberg: „Wenn eine Lösung im System unmöglich zu finden ist, sollten wir das System ändern.“ (Foto: Jörg Farys/WWF/flickr.com / Lizenz: CC BY 2.0)

Die Protestbewegung „Fridays for Future“ trifft auf wenig Sympathie bei den Herrschenden in unserem Land. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht sie sogar als 5. Kolonne einer angeblichen russischen „hybriden Kriegsführung“. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz Mitte Februar sagte sie: Diese hybride Kriegsführung im Internet ist sehr schwer zu erkennen, weil die russischen Desinformationskampagnen plötzlich Bewegungen haben, die immer ansetzen an einem Manko. In Deutschland protestieren jetzt die Kinder für Klimaschutz. Das ist ein wirklich wichtiges Anliegen. Aber dass plötzlich alle deutschen Kinder – nach Jahren ohne jeden äußeren Einfluss – auf die Idee kommen, dass man diesen Protest machen muss, das kann man sich auch nicht vorstellen.“
Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner sagte im „Bild“-Interview: „Klimaschutz ist was für Profis“ und die „Bild“-Zeitung ergänzte in der Schlagzeile „Und nicht für Kids auf der Straße“. Im Bundeswahlkampf 2017 hatte die FDP noch mit dem Konterfei Lindners und dem Slogan „Schulranzen verändern die Welt. Nicht Aktenkoffer“ geworben.
Martina Lennartz sieht das anders als die Herrschenden. Die Lehrerin aus Gießen sagt, die „Hauptverursacher des Klimawandels sind Konzerne wie Bayer/Monsanto, RWE und Mercedes-Benz, die ausschließlich an Profitmaximierung interessiert sind“ und schreibt in dieser Ausgabe, wie Lehrer die streikenden Schüler unterstützen können. Auch über 12000 Klimaforscher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz stellen sich hinter die Protestierenden.


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