Politik
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Handfester Protest

|    Ausgabe vom 24. Mai 2019

In Berlin hat die „Initiative Airbnb & Co enteignen“ eine spektakuläre Aktion durchgeführt. Sie verschaffte sich Zugang zu einer professionell betriebenen Airbnb-Ferienwohnung und nutzte die Räume, um mit Videos, Grafiken und Installationen den von den 25000 Ferienwohnungen erzeugten Verdrängungseffekt in der Stadt zu thematisieren. Die im Sommer 2018 eingeführte Registrierungspflicht für Ferienwohnungen wird flächendeckend ignoriert, auch durch den Betreiber dieser kurzfristig besetzten Ferienwohnung. „Ferienwohnungen klauen notwendigen Wohnraum und treiben die Mieten in die Höhe. Die Politik schaut zu“, so Maxi Gebhardt von der „Initiative Airbnb & Co. enteignen“. Gebhardt weiter: „Nach dem Herbst der Besetzungen kommt jetzt der Sommer der Wiederaneignung. Wir werden mehr Airbnb-Ferienwohnungen im ganzen Stadtgebiet kennzeichnen und mit Hilfe der jeweiligen Nachbarschaften die Bezirke dazu zwingen, solche Praktiken zu unterbinden. Es fehlt an Kontrollen durch die Aufsichtsämter, es fehlt aber bisher der politische Wille, ernsthaft gegen diese Praktiken vorzugehen.


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