Jens Spahn, Pharmalobbyist

Von MD
|    Ausgabe vom 9. März 2018

„Man muss es wohl immer wieder sagen: Das sind keine Smarties.“
Jens Spahn, Pharmalobbyist und designierter Gesundheitsminister, weiß offensichtlich was gut ist für Frauen – und die Pille danach ist es nicht. Intelligenz jeglicher Form schreibt er Frauen wohl auch nicht zu, wenn er – siehe Zitat oben – eine Verwechslungsgefahr zwischen einem Notfall-Verhütungsmittel und bunten Schokodrops befürchtet.
In einem Gastbeitrag in der „Zeit“ vom Februar 2014 zeigte er sich dann auch wegen der schlimmen Nebenwirkungen besorgt (Kopfschmerzen und Übelkeit sind auch nicht zu unterschätzen), vor allem aber darüber, dass die Freigabe der „Pille danach“ ohne Rezept nur für ein Präparat gelten sollte. Anscheinend nicht für das richtige, denn der Pharmalobbyist wurde bei seinen Versuchen, die Freigabe für Präparate mit dem Wirkstoff Levonorgestel zu behindern, nicht müde. Anscheinend liegt ihm die Wahlfreiheit der Frau und deren Gesundheit nicht am Herzen, der Profit bestimmter Pharmaunternehmen aber schon. Da wissen wir doch, was uns mit einem solchen Gesundheitsminister erwartet.


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