Kuba feiert

|    Ausgabe vom 4. Januar 2019

Das Jahr 2019 beginnt, wie das vergangene Jahr endete: Mit guten Gründen zum Feiern. Am 60. Jahrestag der kubanischen Revolution mischten sich am Dienstag auch Teilnehmer der UZ-Leserreise unter die Feiernden. Raúl Castro sagte beim zentralen Festakt in Santiago de Cuba, er sei „zufrieden und glücklich“ zu sehen, wie neue Generationen den Sozialismus aufbauen. Dieser sei der „einzige Weg zur Unabhängigkeit“. Als Reaktion auf Drohgebärden des US-Präsidenten Donald Trump sagte Castro: „Wir Kubaner sind auf eine Konfrontation vorbereitet, die wir nicht wollen und die die kühleren Köpfe in der US-Regierung hoffentlich vermeiden können.“
Am 1. Januar 1959 hatte Fidel Castro in Santiago de Cuba die Unabhängigkeit Kubas erklärt. Der Sieg der Revolution schaffte die Voraussetzungen für den Aufbau eines vorbildlichen Gesundheits- und Bildungssystems, wie auch die „Tagesschau“ in ihrer Online-Ausgabe zugeben muss. Allerdings nicht ohne hinzuzufügen: „Meinungsfreiheit gibt es aber bis heute nicht.“

Gratulationen
Zu den Gratulanten zählten unter anderem der venezolanische Präsident Nicolás Maduro, der chinesische Präsident Xi Jinping und der russische Präsident Wladimir Putin.
Auch die Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba gratulierte: „Kein anderes Land wirtschaftet nachhaltiger als Kuba. Kubas Parlament ist weltweit eines der beiden mit dem höchsten Frauenanteil. Kein anderes Land der südlichen Hemisphäre hat auf vergleichbare Weise die Versorgung seiner Bewohner im Gesundheits- und Bildungsbereich gesichert. Kein anderes lateinamerikanisches Land kann von sich sagen, dass in den letzten 60 Jahren dort kein Journalist ermordet wurde. Nirgendwo sonst wird ein neuer Verfassungsentwurf, werden Veränderung in der Wirtschafts- und Sozialpolitik so ausgiebig von der Bevölkerung diskutiert und abgeändert wie in Kuba. Kein Land auf der Welt leistet so viel im Bereich der Entwicklungshilfe und des Katastrophenschutzes. Und kaum eine Regierung setzt sich so nachdrücklich für das Verbot aller Atomwaffen ein wie die kubanische.
Dies sind die Errungenschaften, aufgrund derer Kuba in der ganzen Welt Solidarität genießt. Zugleich sind es die Fakten, denen sich die kapitalistische Welt nicht stellen will, ebenso wenig wie die Tatsache, dass die eigentlichen Menschenrechtsverletzungen auf kubanischem Boden in der illegal besetzten Marinebasis von Guantánamo geschehen; Ebensowenig wie die Wahrheit, dass die von den USA verhängte Blockade eine seit 60 Jahren anhaltende, völkerrechtswidrige Menschenrechtsverletzung darstellt, welche die europäischen Regierungen zwar verbal verurteilen, aber zugleich klammheimlich dulden und unterstützen. “ Diesen Glückwünschen schließt sich die UZ-Redaktion an: Auf die nächsten 60 Jahre, sozialistisches Kuba!


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Leserbrief zu Artikel »Kuba feiert«, UZ vom 4. Januar 2019





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