Framing?

Von Roland Zenk, Eschborn
|    Ausgabe vom 8. März 2019

Euer Artikel zum Thema „Wie man die Leute für dumm verkauft“ hat mich etwas enttäuscht (…). Es wird Stellung genommen zum Handbuch „Politisches Framing“ der ARD-Redaktion. Aber ihr erklärt nicht in allgemein verständlicher Weise, was sich dahinter verbirgt.
Sicher, Eingeweihte kennen das vielleicht: „Was ist Framing überhaupt? Framing ist das Einbetten von Fakten und Informationen in einen werteorientierten Rahmen.“
Aber wo sind eure Beispiele? Sie fehlen! Und es gibt doch so viele (…). Putin ist immer „Machthaber“, Trump ist immer „Präsident“. Putin ist auch immer „Oligarch“, aber die US-Machthaber waren immer Oligarchen und werden im ARD-Framing nie also solche bezeichnet, oder?
„Humanitäre Interventionen“ waren noch nie das, was das Adjektiv „humanitär“ sagen will. Es waren immer imperialistische Aggressionen. Und schon Marx und Engels haben sich über das Begriffspaar „Arbeitgeber“ und „Arbeitnehmer“ amüsiert, wo doch jedem denkenden Menschen, der sein Hirn einschaltet, klar sein muss, dass der, der seine Arbeit gibt, doch kein „Nehmer“ sein kann.
Und weiter: Was für ein Sexismus verbirgt sich eigentlich hinter den Adjektiven „dämlich“ und „herrlich“, meine Damen und Herren? Das ist Framing!
Aber sonst, im Übrigen, war der Artikel hervorragend und sehr wichtig, danke.


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Leserbrief zu Artikel »Framing?«, UZ vom 8. März 2019





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