Gedenken an Richard Sorge in Chemnitz

Von Jonny Michel
|    Ausgabe vom 31. Mai 2019

Gedenken an Richard Sorge

Gedenken an Richard Sorge

( Jonny Michel )

Anfang der 90er Jahre wurde die Gedenktafel aus Bronze für Richard Sorge (1895–1944) an der Hohe Straße/Kaßbergauffahrt höchstwahrscheinlich wegen ihres Schrottwertes gestohlen. Seither stand der Gedenkstein schmucklos im kleinen Park, der trotzdem vom Grünflächenamt Chemnitz liebevoll gepflegt wird. Aus Anlass des Tages der Befreiung vom Faschismus brachten am 8. Mai 2019 Kameradinnen und Kameraden der VVN-BdA Chemnitz eine neue Gedenktafel an. Der Text wurde gegenüber der alten Tafel nicht verändert. Lediglich ein kleiner Nachsatz gibt Auskunft über das vermeintliche Schicksal der Bronzetafel.
In der Broschüre „Gegen das Vergessen“ ist vermerkt: „Die politische Tätigkeit von Richard Sorge begann am Ende des 1. Weltkrieges. Sein Wirken war darauf gerichtet, die immer aktiver werdenden Kriegstreiber zu entlarven. In China legte er Vorhaben Tschiang Kai Scheks offen. Bis zu seiner Verhaftung im Jahr 1941 war er in Japan tätig, wo er für den Widerstand arbeitete. Die Verbindung seiner Gruppe ‚Ramsey’ ermöglichte der Sowjetunion, wesentliche Entscheidungen für den Ausgang des 2. Weltkrieges zu treffen. Dr. Richard Sorge wurde am 7. Oktober 1944 hingerichtet. Seine Grabstätte befindet sich auf dem Tokioter Tama-Friedhof unter einem Granitblock mit der Inschrift: ‚Hier ruht ein Held, der sein Leben hingab im Kampf gegen den Krieg, für den Frieden auf der ganzen Welt.‘“


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