Es hätte so schön sein können. Borussia Dortmund hat ein neues Supertalent eingekauft, einen Griechen, und hat nun die Aufgabe, eben jenen Konstantinos Karetsas der Öffentlichkeit vorzustellen. Gäbe es in der PR-Abteilung des BVB Menschen mit Ideen oder wenigstens Ahnung von der Stadt, hätte das ein „Win-Win“ werden können. Schließlich zeigt das Hoesch-Museum in Dortmund die hervorragende Ausstellung „‚Wie’s innen aussieht, geht niemand was an …‘ – Dortmunder Griechen 1976“. Sie präsentiert unter anderem historische Schwarzweißfotografien, die den Alltag der griechischen Gastarbeiter-Community vor 50 Jahren dokumentieren. Könnte man zusammenbringen, die Gegenwart und die Vergangenheit, und seine eigene städtische Ausstellung noch einmal bewerben. Wenn man denn ein bisschen Grips hätte. Was aber machte der BVB? Präsentierte seinen Neuzugang in einer Pommesbude (!) in Kamen-Methler beim Servieren von Taxitellern (!). Rassistische Stereotypen hurra! Dabei ist Kamen-Methler mal gar überhaupt nicht Dortmund, und ein „Taxiteller“ (Pommes frites, Gyros, Currywurst, Zaziki und Mayonnaise) so griechisch wie ein Hansa-Pils aus der Dose. Vielleicht bekommt die PR-Abteilung nun beides zumindest lebenslang gratis. Prost Mahlzeit!
(Die Ausstellung läuft noch bis zum 20. September 2026. Der Eintritt ist kostenfrei.)



