NATO und Internationaler Frauentag

Selbst bei der NATO war in diesem Jahr am 8. März Internationaler Frauentag. Man nutzt ja bekanntlich alles, was man so kriegen kann, um im Propagandakrieg eine gute Figur zu machen. Also mussten zum 8. März (mal wieder) Frauen für die NATO herhalten. „Alle Frauen sollen frei und gleichberechtigt leben. An diesem Internationalen Frauentag denken wir an die bemerkenswerten Frauen der Ukraine“, verkündete die Social-Media-Abteilung des Kriegsbündnisses auf Twitter.
Bemerkenswert ist vor allem, dass sich die NATO dazu ausgerechnet das Bild einer ukrainischen Soldatin ausgesucht hat, die zum faschistischen Regiment Asow gehört. Schön zu erkennen ist das an der „schwarzen Sonne“, die auf ihrer stolzen Brust prangt. Schon bei der SS überaus beliebt, gehört das Tragen der „schwarzen Sonne“ bei Neonazis unterschiedlicher Gruppierungen zum guten Ton, das Regiment Asow schmückt damit seine Uniformen.
Die NATO hat damit zum Internationalen Frauentag deutlich gemacht, wem sie in „Freiheit“ zu leben wünscht. Drüber reden wollte die NATO aber dann doch nicht so offen. Der Tweet wurde gelöscht. MD

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Über die Autorin

Melina Deymann, geboren 1979, studierte Theaterwissenschaft und Anglistik und machte im Anschluss eine Ausbildung als Buchhändlerin. Dem Traumberuf machte der Aufstieg eines Online-Monopolisten ein jähes Ende. Der UZ kam es zugute.

Melina Deymann ist seit 2017 bei der Zeitung der DKP tätig, zuerst als Volontärin, heute als Redakteurin für internationale Politik und als Chefin vom Dienst. Ihre Liebe zum Schreiben entdeckte sie bei der Arbeit für die „Position“, dem Magazin der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend.

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"NATO und Internationaler Frauentag", UZ vom 18. März 2022



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