Matinee zur Gründung der SED und dem Verbot der KPD

Wer aber ist die Partei?

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Patrik Köbele (Foto: UZ-Archiv)

Auf den UZ-Friedenstagen gibt es mit dem Solidaritätstreffen „Viva Kuba“ am Freitagabend und der großen Friedensmanifestation am Samstagabend mit anschließendem Konzert von Banda Bassotti Höhepunkte. Da darf der Sonntag nicht leer ausgehen. Zu den herausragenden Momenten der UZ-Friedenstage gehört auch die Matinee „Deutsche Wege – Warum im Osten Arbeiterparteien vereinigt und im Westen die KPD verboten wurde“.

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Erich Schaffner (Foto: Shari Deymann)

Der 70. Jahrestag des KPD-Verbots war am 17. August. Bei der Vorbereitung der UZ-Friedenstage war klar, dieses dunkle Datum muss eine große Rolle auf dem Fest der DKP, die in der Tradition der KPD steht, spielen. Und einmal mehr hatten wir zunächst nur an die westdeutsche Geschichte gedacht. Wie gut, dass wir diesen Fehler korrigiert haben! In unserer Matinee „Deutsche Wege“ erinnern wir an die Gründung der SED vor 80 Jahren und das Verbot der KPD zehn Jahre später – und zeigen, was diese Daten miteinander zu tun haben. Wer kann das besser als Kulturschaffende aus Ost und West nebst Egon Krenz, dem ehemaligen Staatsratsvorsitzenden der DDR, und Patrik Köbele, dem heutigen Vorsitzenden der DKP?

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Gina Pietsch (Foto: Shari Deymann)

„Wer aber ist die Partei?“ wird Gina Pietsch mit Brecht fragen. „Wir sind sie. Du und ich und ihr – wir alle“ wird ihr Oktoberklub-Mitbegründer Hartmut König antworten. Schauspieler und Rezitator Erich Schaffner wird einen jungen Genossen aus Brechts „Maßnahme“ zu Wort kommen lassen. Er hat es eilig mit der Revolution: „Mit meinen zwei Augen sehe ich, dass das Elend nicht warten kann.“ Begleitet werden die drei von Georg Klemp am Klavier.

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Egon Krenz (Foto: Frank Schumann)

An dieser Stelle haben wir genug verraten! Ihr wisst nun, dass große Künstler den Bogen spannen von der Vereinigung der Arbeiterparteien SPD und KPD zur SED in der Sowjetischen Besatzungszone bis hin zum Verbot der KPD in Westdeutschland. Es würde nicht zu ihnen passen, wenn sie dabei stehen blieben. „Wir haben einen Frieden vor“ ist die Überschrift des letzten Kapitels der Matinee. Und es ist wohl klar, am Ende werden alle gemeinsam singen – und geeint und gestärkt den Saal verlassen.

Aber was haben Krenz und Köbele damit zu tun? Die beiden sind mittendrin im Programm der Matinee. Sie werden sich, befragt von Gina Pietsch, über die deutschen Wege unterhalten, über ihre Erfahrungen in einem Staat, der den Erhalt des Friedens als höchsten Auftrag ansah, und einem, der Krieg für seine Großmachtträume braucht. Auch zu diesen beiden würde es nicht passen, wenn sie dabei stehen blieben. Heute kämpfen sie mit und ohne Parteibuch in diesem Deutschland gemeinsam gegen Militarisierung und den nächsten Ostlandritt, für Frieden mit Russland und China.

Matinee „Deutsche Wege“, Sonntag, 30. August, 11 Uhr, Münzenbergsaal

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"Wer aber ist die Partei?", UZ vom 21. August 2026



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